Nach 24 ausgefüllten Jahren als Hausfrau und Mutter, mit mehreren Umzügen und jahrelangen Renovierungsarbeiten an unserem alten Bauernhaus, wollte ich - nachdem die Kinder aus dem Haus waren - etwas ganz Neues beginnen.
Mein Interesse an der Medizin gab den Ausschlag, eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu absolvieren. Der zweijährige Unterricht an einer Privatschule war nahezu ausschließlich auf medizinisches Basiswissen ausgerichtet, und endete mit einer offiziellen, schriftlichen und mündlichen Prüfung. Seit Juni 1996 bin ich (de jure) staatlich geprüfte Heilpraktikerin, das heißt, ich habe die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung. Diesen Beruf übe ich aber nicht aus, da ich schon relativ früh merkte, dass einige der heilpraktikerspezifischen Methoden mit meinem wissenschaftlichen Verständnis von Medizin nicht in Einklang zu bringen sind. Abgesehen davon gilt mein Hauptinteresse der Entstehung von Krankheiten auf molekularer Ebene. Auf diesem Gebiet versuche ich, mich durch intensives Literaturstudium und der Lektüre von Fachzeitschriften weiterzubilden.
Um mit der stürmischen Entwicklung der Medizin Schritt zu halten, habe ich die "MMW - Fortschritte der Medizin" (Münchner Medizinische Wochenzeitschrift), sowie, im Sinne der Ausgewogenheit, das unabhängige "arznei-telegramm" abonniert.